Berichte

Bezirksapostel Armin Brinkmann in der LipperlandhalleDienstag, 05.08.2008

Erster Bezirksgottesdienst seit über 40 Jahren

Was ist zu erwarten, wenn an einem Sonntag früh morgens hunderte von Menschen in festlicher Kleidung und freudigen Gemüts die Lipperlandhalle in Lemgo betreten?

 


Wo sonst der TBV Lemgo seine Bundesliga-Heimspiele absolviert und Events aus den Bereichen Kultur und Musik veranstaltet werden, fand an diesem Sonntag, 3. August 2008 ein Gottesdienst der Neuapostolischen Kirche statt. Bezirksapostel und Leiter der Gebietskirche NRW, Armin Brinkmann, diente den Geschwistern aus dem Bezirk Detmold und den Nachbargemeinden Bad Salzuflen, Schötmar und Paderborn.

Bereits am Samstag zuvor ging es in der Halle rund. Wer hier Mäuschen gespielt hat, konnte viele fleißige Hände beobachten, die die Bühne aufbauten, den Altar und Stühle darauf platzierten, den Blumenschmuck kreierten und Mikrofone für die musikalischen Beiträge positionierten. Aber auch zu hören gab es schon einiges. Die Chöre und das Orchester stimmten sich auf den Klang der Halle ein und machten einen letzten Soundcheck.

Den Gottesdienst hielt Bezirksapostel Brinkmann am Sonntag mit dem Bibelwort aus 2. Könige 18, 6:

„Er hing dem Herrn an und wich nicht von ihm ab und hielt seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte.“

Zu Beginn seiner Predigt ging der Bezirksapostel auf den besonderen Ort ein, an dem der Gottesdienst stattfand und bemerkte, dass es in der Halle nicht immer so leise ist wie an diesem Morgen. Aber Gott will sich jedem einzelnen in der Stille offenbaren und jeden persönlich ansprechen und segnen. Dazu ist es notwendig, dass man sich öffnet und nicht ablenken lässt.

In dem vorgelesenen Bibelwort geht es um drei wichtige Eigenschaften des Königs Hiskia, von dem auch geschrieben steht, dass er in seiner 29jährigen Regentschaft den richtigen Gottesdienst wieder hergestellt und den lebendigen Gott wieder in den Mittelpunkt gerückt hat. Kein anderer König vor oder nach ihm hatte ein Gottvertrauen wie Hiskia. Im weiteren Dienen forderte Bezirksapostel Brinkmann dazu auf, es dem Hiskia gleich zu tun und nannte folgende zentrale Aspekte:

Glaube und Vertrauen sind wichtige Voraussetzungen, um beim Herrn zu bleiben, an Gott zu hangen.
Um nicht von ihm abzuweichen, bedarf es einer kompromisslosen und unbedingten Nachfolge sowie einer regelmäßigen Distanz-Prüfung. Neben den mosaischen Gesetzen bezog der Bezirksapostel seine Predigt auch auf die Gebote des Neuen Testaments und betonte dabei, dass Liebe zu Gott auch heißt, ein Zeichen der Liebe zu setzen, zum Beispiel durch Mitarbeit. Außerdem gab er den Geschwistern drei Gebote der heutigen Zeit an die Hand:

Verlass nicht die Versammlung!
Bleib bei dem, was du gelernt hast!
Trachte zuerst nach dem Reich Gottes, so wird dir alles andere zufallen!

Bezirksältester Hasso Mielke, Bischof Manfred Bruns, Apostel Dewan Chowdhury und Apostel Wolfgang Schug ergänzten die Predigt.

Am Ende des Gottesdienstes beauftragte der Bezirksapostel Priester Christoph Ewering aus Paderborn als neuen Vorsteher für die Gemeinde Bad Driburg. Er bat die Geschwister, diese Entscheidung zu verstehen oder sie zumindest zu akzeptieren. Dem neuen Vorsteher gab er mit auf den Weg, mit einem Herzen voller Liebe, voller Eifer und voller Demut zu arbeiten.

Anschließend wurde Evangelist i.R. Dieter Kapitz von der Seniorenarbeit im Apostelbereich entlastet. Der Bezirksapostel dankte ihm für die viele Mühe und seinen Einsatz bei dieser Aufgabe, die nun Bezirksevangelist Martin Kaukerat übernehmen wird. Hirte Detlef P. Junge überreichte Dieter Kapitz im Namen aller Senioren einen bunten Blumenstrauß.
 

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Linda Steinkamp/Sascha Jeromin